Nicht mehr so ganz druckfrisch, aber das habe ich Euch bisher vorenthalten:

240 Seiten, gebunden in einen schönen festen Einband, Format 22 x 26 cm.

Nicky Epsteins Bücher (einige gibt es auch auf deutsch) sind ja sowieso immer klasse und stecken voller außergewöhnlicher Ideen, dabei macht dieses hier keine Ausnahme.

“Knitting Block by Block” ist eine Sammlung von 150 Musterquadraten, abgerundet mit 13 Projekten, die beispielhaft zeigen, wie man diese Quadrate für Projekte verwenden kann. Auf Anhieb fällt einem da natürlich die klassische Decke ein:

Aber es gibt durchaus auch noch viele andere Möglichkeiten:

Die Quadrate heben sich deutlich von anderen Patchsammlungen á la Great American Aran Afghan ab.

Nun würde es mir nie in den Sinn kommen, ein Kleidungsstück komplett aus solchen Quadraten zusammenzusetzen, aber als einzelne(s) Hinguck-Element(e) finde ich alle total schön. Ich konnte mich kaum entscheiden, welche ich für Euch fotografieren soll.

Alle Musterquadrate sind sowohl reihenweise in Worten beschrieben als auch mit übersichtlichen, gut verständlichen Strickschriften mit den gewohnten Symbolen versehen. Durch die einfachen Strickschriften kommen auch des Englischen Unkundige gut mit dem Buch zurecht, man muss sich halt nur die paar Abkürzungen aus einer Übersetzungsliste raussuchen.
Sehr gut finde ich, daß alle Quadrate am Ende des Buches nochmal in einer Übersicht zusammengestellt sind, die Autorin schlägt vor, diese zu kopieren und die Quadrate auszuschneiden, um auszuprobieren, welche Muster man wie am besten anordnet.

Die einzelnen Blöcke sind in sechs Kapitel unterteilt:

1. Basic Building Blocks
2. Ornate Appliqué, Embroidery and Cords
3. Creative Colorwork
4. Special Techniques
5. Cables and Counterpanes
6. Eclectic Style

Fazit: Ein großartiges Buch für alle, die selbst entwerfen und sich von neuen, ungewöhnlichen Ideen inspirieren lassen wollen. Das gehört in jede Mustersammlung!

Erhältlich z.B. bei Amazon für 20,95 €.

Herzlose Ferse?

Wieso heißt die Herzchenferse eigentlich Herzchenferse? Das ist doch gar kein Herz?
Eigentlich müsste sie doch “Dreieck mit stumpfer Spitze”-Ferse heißen. Okay, das ist vielleicht als Name ein bisschen unhandlich :mrgreen:
Wie nennt man die eigentlich auf englisch? (bin gerade zu faul zum recherchieren und ich wette, Ihr wisst das auf Anhieb)

Wie Ihr seht, bin ich immer noch tapfer am Socken stricken für Birgit…

Wahrscheinlich kennt Ihr den Tagesthemen-Beitrag mittlerweile schon, aber ich muss es doch auch noch hier zeigen - vielen Dank an alle, die mir den Link geschickt haben!

Die muss ich Euch unbedingt zeigen, ich find’ die soooooo cool :cool:

Gestrickt von Alpenrose aus ihrem Adventskalendergewinn. Genial, oder? :grin:

Die ist auch nicht so wirklich meins - normalerweise hätte ich sie vermutlich nicht gekauft. Bei den meisten Modellen haben Christina und ich gesagt, daß die wirklich nur gut aussehen, wenn man eine Modelfigur hat. Solche Modelle dürfen ja auch gerne in einem Heft sein, aber nicht ausschließlich.

Das Titelmodell ist zwar z.B. bis Größe 48/50 angegeben - aber möchte ich wirklich, daß durch das hauchdünne Garn meine Speckrollen und Schwabbel-Oberarme zu sehen sind? Nee, oder? Und da nun was Verhüllendes drunter zu ziehen, ist ja auch nicht im Sinne des Erfinders.

Aber fangen wir mal von vorne an.

“Romanze im Grünen”  zeigt “frühlingszarte Designs voller Nostalgie” und ist noch das Thema, wo mir die meisten Modelle gefallen.
Diese Jacke von Evelyn Haase z.B. finde ich sehr süß:

Auch hübsch und eine schöne Farbzusammenstellung (Design von BC Yarns):

Das “Trend”-Thema “bunt getrieben” finde ich durch die Bank buäh - jaja, ich weiß, Color-Blocking ist jetzt modern, aber das hatten wir alles schon mal und zumindest ich will das nicht wieder, nein, nein:

Ursula und Melanie Marxer (Ihr erinnert Euch? Die habe ich hier schon mal vorgestellt) liefern diesmal das Designer-Exklusiv-Modell samt Portrait über die beiden Damen. Das Modell hat diesen im Moment offenbar modernen Flatter-Look mit viel überflüssigem Stoff - nix für mich:

Das nächste Thema ist “Noblesse oblige” (Adel verpflichtet) - “Jacken zelebrieren lässige Eleganz”.

Da gefällt mir die ganz gut - ist auch von den Marxers:

Das für mich schönste Modell im Heft ist diese wunderschöne Jacke von Evelyn Haase - Muster und Farbzusammenstellung sind einfach klasse:

Christina dagegen mag das Modell von Claudia Pacheco:

Was dieses Modell allerdings mit “Eleganz” zu tun hat, muss mir mal jemand erklären. Sowas sehe ich bei uns öfter mal - wenn sie den Altkleidungs-Container entleeren… Schweineteures Garn im Shabby-Look, bah, Gruselschocker Numero Uno (sorry, Frau Schwarberg, sonst machen Sie doch immer so schöne Sachen):

Gruselschocker Numero Due folgt auf dem Fuße in “Feel free” - “Legere Sinnlichkeit im African Style”. Das Modell erweckt den Eindruck, als hätte ein Schwarm Motten darin eine wüste Orgie gefeiert:

Diesen Pullunder hat eine Karola Gottwald entworfen - kennt die jemand? Ich habe den Namen jedenfalls noch nie gehört:

Ja, und da haben wir ihn: Gruselschocker Numero Tre - Mensch, Bernd, warum bringt Ihr denn Garne auf den Markt, die aussehen, als wenn man das Strickstück erst aus dem Altkleider-Container gefischt hat, dann den Motten zum Fraß vorgeworfen hat und schließlich auch noch einmal durch den Shredder gejagt hat? Nee, geht meiner Meinung gar nicht:

Und zu guter Letzt noch meine beiden Modelle am Model - gibt es eigentlich irgend ein Gesetz, das Models unter Androhung von sofortiger, mindestens 10 kg schwerer Gewichtszunahme das Lächeln verbietet? Die gucken oft derart dämlich-möchtegerncool aus der Wäsche, daß ich manchmal das Bedürfnis habe, denen eine zu klatschen. Wenn schon kein Licht der Intelligenz aus den Augen strahlt, würde doch ein kleines Lächeln den Gesamteindruck wenigstens etwas erhellen :wink: Abgesehen davon verstärkt der halbgeöffnete Mund noch den Eindruck der geistigen Minderbemittlung und erinnert mich fatal an diese Gummipuppen aus Flensburg… (merkt Ihr was? ich habe heute meinen grantigen Tag… :mrgreen:)

So sahen übrigens die Entwürfe aus:

So sieht er von hinten aus:

Und auf diesem Foto aus der Prduktionsphase kann man erkennen, daß die “Hose” tatsächlich nur Fake ist, das Ganze ist nur geschickt zusammengenäht (das Nähen ist zugegebenermaßen recht pfriemelig, damit das auch ordentlich aussieht):

Fazit: Naja… kann man kaufen, muss man aber nicht.

Darf ich vorstellen? Modell “Primavera” ein schlichter kleiner Frühlingspullover mit locker sitzendem Schnitt:

Tragefotos habe ich leider nicht mehr geschafft, das war in der hektischen Zeit mit dem Verena-Sommer-Modell und die neue Besitzerin sollte nicht länger darauf warten. Das war nämlich ein Auftrag von Monika Design, Frau Schulz wollte gerne ein Modell für das neue Garn “Springfield Vintage” (habe ich hier vorgestellt) haben.

Die Anleitung gibt es in PDF-Form (vor Ort-Händler werden sie auf Wunsch sicherlich auch ausdrucken) exklusiv bei allen Händlern, die das Garn führen (z.B. bei Elisabeth) und zwar nur in Verbindung mit dem Kauf des Originalgarns. Sozusagen als Materialpaket. Sie ist für die Größen 34/36, 38/40 (in dieser Größe ist das Original) und 42/44. Strickschriften und eine bemaßte Schnittzeichnung sind enthalten.

Die Schnürung vorne ist Fake, eine richtige Öffnung wäre mir zu unstabil gewesen und hätte sich vermutlich ständig unschön übereinandergeschoben.
Ursprünglich wollte ich als Schnürung einen Schürsenkel nehmen, aber so eine geflochtene Kordel aus dem Originalgarn fand ich dann doch viel hübscher:

Gabriele aus Berlin hat mich darauf hingewiesen, daß es bei der Brigitte eine Kreativ-Blog Wettbewerb gibt.

Ich hab’ mich spaßeshalber auch mal beworben, für mich abstimmen könnt Ihr hier (wenn Ihr mögt). Entscheiden wird aber letztlich eine Jury, inwieweit die Abstimmung der Leser diese beeinflusst, vermag ich nicht zu sagen.

Ich finde sowieso, daß die Strickblogs dort im Moment noch arg unterrepräsentiert sind, was vielleicht daran liegt, daß die meisten eher nachstricken als selbst entwerfen und an dem Wettbewerb nur Blogs teilnehmen sollen, die in erster Linie eigene Ideen verwirklichen (da es bei mir auch um viele andere Dinge als nur selbstentworfene Modelle geht, werde ich daher wohl auch wenig Chancen haben). Aber für die Designer unter Euch ist das vielleicht eine Möglichkeit, wieder etwas bekannter zu werden, also ran an die Sache :wink:

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